Kategorien
03/2021 Lautschrift

EIN ALTER WEISSER MANN UND DIE FRAUENBEWEGUNG

Artikel von Hanna Lubcke aus der „Jungen Stimme“ (Ausgabe 85, März/April 2020)

Der Kampf gegen die Unterdrückung der Frau ist noch lange nicht gewonnen. Obwohl es in Deutschland seit über 100 Jahren eine mehr oder weniger starke Frauenbewegung gibt verdienen wir in Deutschland durchschnittlich immer noch 22% weniger als Männer, jede vierte Frau arbeitet im Niedriglohnsektor, außerdem arbeiten Frauen im Haushalt jede Woche durchschnittlich 9 Stunden länger als Männer. Auch die Gewalt gegen Frauen ist immer noch verheerend, allein 2018 wurden in Deutschland 118 Frauen von ihren (ehemaligen) Partnern ermordet. Währenddessen findet der größte Teil vom feministischen Diskurs an der Hochschule statt und verliert teilweise den Bezug zur Bevölkerung komplett. So führt der Versuch, eine geschlechtsneutrale Sprache zu etablieren dazu, dass Menschen, die diese nicht auf Anhieb beherrschen teilweise aus dem Diskurs ausgeschlossen und für unpolitisch erklärt werden. Identitätspolitik führt dazu, dass sich nur noch Menschen zu Diskriminierung äußern können, die davon betroffen sind. Diesen Menschen die Erfahrung und damit mehr Deutungshoheit zuzusprechen ist natürlich richtig, in der Konsequenz verhindert es aber heutzutage häufig den offenen Austausch über Vorurteile – aus Angst, etwas falsches zu sagen sagt man lieber gar nichts mehr. Diese Debatte über Sprache und Identität, die weder anschlussfähig noch ausreichend ist, um Antworten auf die Probleme von Frauen heutzutage zu finden, dominiert die feministische Szene. Dabei gibt es Theorien zur Frauenbefreiung, die Anfang des letzten Jahrhunderts eine breite, fortschrittliche Frauenbewegung unterstützt haben – und Friedrich Engels, dessen Geburtstag sich 2020 zum 200. Mal jährt, spielte hierbei eine große Rolle.

Kategorien
09/2020 Lautschrift

Überproduktionskrisen und woher der Wert kommt

Wir befinden uns momentan in einer Wirtschaftskrise. Der Ursprung der sogenannten Corona-Krise soll in der Pandemie liegen, so wie beispielsweise die Krise 2008 aus dem Immobilien- und Finanzmarkt entstanden sein soll. In diesem Artikel möchten wir zeigen, warum der Ursprung von Wirtschaftskrisen tatsächlich in der Natur des bestehenden Wirtschaftssystems liegt, warum diese Krisen als Überproduktionskrisen aufzufassen sind und warum sie notwendig aus dem Kapitalismus hervorgehen.