Kategorien
Veranstaltungen

Der Corona Impfstoff – Ein möglicher Dammbrecher?

Seit Monaten hängen wir alle, ob freiwillig oder nicht, am „Liveticker für Corona-Impfungen“. In jeder Zeitung, durch jedes Outlet auf sozialen Netzwerken und auf jedem Bildschirm in Bussen und Bahnen wird darüber berichtet, wie viele Impfdosen schon verabreicht wurden, wo ein Mangel droht und welcher neue Impfstoff zugelassen wurde. Kein Wunder, denn der Impfstoff galt lange als das rettende Licht am Ende des dunklen Pandemie-Tunnels. Man erinnert sich kaum noch an den Prozess, der dem aktuellen Stand voraus ging.

Kategorien
Veranstaltungen

solidarität mit den streikenden!

Gesamtmetall eröffnet die Tarifrunde 2021 mit einer dreisten Forderung: die Beschäftigten sollen sich mit einer weiteren „Nullrunde“ zufriedengeben. Schichtzulagen sollen gestrichen, jährliche Zahlungen ausgesetzt werden. Es gebe „in diesem Jahr nichts zu verteilen“, sagt Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf. Dieselbe Argumentation haben wir letztes Jahr gehört und mussten dann Personalabbau und Lohnkürzungen hinnehmen. Die Gewerkschaft würde einer »reinen Regelung auf Betriebsebene« im Weg stehen. Doch wir wissen, dass diese individuellen Lösungen nichts als Spaltung auf unserer Seite bedeuten – sie wollen, dass wir kleinere Betriebe im Stich lassen und möglichst vereinzelt kämpfen.

Dass es nichts zu verteilen gebe ist eine Lüge! Was ist mit den saftigen Gewinnen, die so viele Betriebe in der Krise gemacht haben? Was ist mit den Milliarden Euro, die an Aktionäre ausgeschüttet werden? Und den insgesamt 1,5 Billionen Euro Rettungsschirmen der Bundes- und Landesregierungen? Die Profite, die die Herrschaften in den Chefetagen seit Monaten einstreichen, haben wir bezahlt! Wir werden in Kurzarbeit geschickt, entlassen, müssen auf Urlaubstage verzichten oder während der Pandemie unter gefährlichen Bedingungen arbeiten. Wir sollen der Arbeitgeberseite aushelfen, indem wir weiter verzichten, während sie die Dividenden einstreichen. Wir sollen uns in Geduld üben, was nur das weitere Bangen um die eigene Anstellung bedeutet. Wir sagen klar und deutlich: Diese Krise ist keine die wir „gemeinsam durchstehen“. Sie wird auf unseren Rücken abgewälzt!

Auch die Jugend soll leer ausgehen, denn die geforderten Gehaltserhöhungen für Auszubildende und die Übernahmegarantie für dual Studierende sollen vom Tisch. In Zeiten der Krise sinkt das allgemeine Angebot an Ausbildungsplätzen, junge Kolleginnen und Kollegen stehen häufig ganz oben auf der Abschussliste. In der gesamten Jugend macht sich eine Perspektivlosigkeit breit, wir haben Angst um unsere Zukunft und müssen immer wieder feststellen, dass unsere Interessen mit denen der Arbeitgeberseite sowie der Politik im Gegensatz stehen. Mehr denn je sind wir auf sichere Arbeitsplätze angewiesen – aber nicht zu den Bedingungen, die die Arbeitgeberseite stellt. Was wir brauchen, ist eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn und Personalausgleich! Nur so kann es für uns Jugendliche eine sichere Zukunft geben. Der Kampf in der Metall- und Elektroindustrie ist für die gesamte Jugend von Bedeutung und zeigt uns: wir verdienen mehr. Und wir werden dafür kämpfen! Uns wird mit Stellenabbau gedroht, wenn wir zu viel einfordern. Wir haben letztes Jahr gesehen: Stellenabbau gibt es auch, wenn wir nichts fordern. Also heißt es jetzt kämpfen!

Der Internationale Jugendverein Hamburg steht hinter den Forderungen der IG-Metall und solidarisch mit den Streikenden in der Metall- und Elektroindustrie!

Falls du dich mit anderen Auszubildenden und jungen Arbeiterinnen und Arbeitern vernetzen willst – werde Teil unserer Plattform! Wir kommen aus unterschiedlichen Branchen, treffen uns regelmäßig und tauschen uns über Ausbildungsbedingungen, aktuelle Arbeitskämpfe oder gewerkschaftliche Fragen aus. Wir freuen uns auch über Berichte aus deinem Betrieb und über den laufenden Arbeitskampf.

Hier der Link zum WhatsApp Kanal der Gruppe:

https://chat.whatsapp.com/F3kZBdn5cT20UaJlOh6vYq

Kategorien
Aktuelles Veranstaltungen

Unsere Azubibroschüre ist da!

Eine Ausbildung, macht man das heute noch? Meist drei Jahre lang das unterste Glied in der Nahrungskette sein und das bei lächerlicher Bezahlung und Vollzeit. Die spätere, berufliche Perspektive meist blind in die Hände des Ausbildungsbetriebes legen und das bei ungewisser Übernahme und oft auch schlechten Weiterbildungsmöglichkeiten. All das ist tatsächlicher Alltag von uns Auszubildenden. Dass eine Ausbildung unter diesen Umständen nur selten die erste Wahl ist, zeigt sich auch daran, dass es in Deutschland seit etwa fünf Jahren doppelt so viele Studierende wie Auszubildende gibt. Hinzu kommt, dass wir Berufsschüler:innen durch die Unterfinanzierung der Berufsschulen beim Lernen alleingelassen werden. Wer also weder von Haus aus gute Startbedingungen oder eine:n gönnerhafte:n Chef:in, noch eine ausreichend hohe Ausbildungsvergütung bekommt, der:die sieht sich ungeheuren Hürden gegenüber. Und selbst die, die unter guten Bedingungen eine Ausbildung machen, sind nicht vor den Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise sicher. Durch die Krise sind Übernahmen noch unsicherer geworden, als sie es vorher schon waren. Viele Ausbildungen, vor allem in kleinen und mittelständischen Betrieben, aber auch in großen Firmen, sind nicht mehr sicher. Wir Auszubildenden stehen vor einer ungewissen Zukunft und etwaige Kurzarbeit bedroht das eigenständige Wohnen derer, die vorher die seltene Möglichkeit dazu hatten. Die Krise verschärft besonders die Situation der Menschen, die ohnehin für jeden Euro hart arbeiten müssen und zu denen auch wir Auszubildenden gehören.

Komm zu unserem Treffen der Azubiplattform, am 18.12. um 19:00. Alle weiteren Informationen sind im WhatsApp Infochannel zu finden: https://chat.whatsapp.com/F3kZBdn5cT20UaJlOh6vYq

Kategorien
Veranstaltungen

PUSH – Für das Grundrecht auf Wohnen

Überall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe. Die Einkommen tun das nicht. Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen herausgedrängt. Selbst Krankenpflegende, Polizisten und Feuerwehrleute können es sich nicht mehr leisten in den Städten zu leben, für deren Grundversorgung sie notwendig sind. “Push” wirft ein Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Das ist keine Gentrifizierung mehr: Wohnungen sind Kapital und Orte, um Geld anzulegen. Der Film folgt Leilani Farha, der UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen, wie sie die Welt bereist, um herauszufinden, wer aus der Stadt gepusht wird und warum. “Städte werden zum Spielplatz für Reiche. Haushalte mit mittlerem, niedrigem und armem Lebensstandard werden aus den Städten verdrängt.” sagt Leilani. Großkonzerne nutzen Immobilienspekulation und Gentrifizierung um Profit aus einem menschlichen Grundbedürfnis zu schlagen.

Wir möchten den Dokumentarfilm von Frederik Gerrten schauen und danach mit Marc Meyer (Mieter helfen Mietern) und Michael Wetzel (Mieter*inneninitiative Wrangelstraße) über die Situation in Hamburg sprechen.

19.2.2019 – 20:00 Uhr – 3001 Kino
Tickets (5€ Soli) gibt es im Vorverkauf über uns und an der Abendkasse, Reservierungen sind über die Website des 3001 Kino möglich.

Kategorien
Veranstaltungen

DER ZWEITE ANSCHLAG

Mölln, Rostock-Lichtenhagen, Hamburg. Drei Anschläge, ein Motiv: Rassismus. Oft werden Gewalttaten mit rassistischen Hintergründen als Einzelfälle dargestellt. So wird der Fokus von der Tatsache gelenkt, dass Rassismus in Deutschland ein strukturelles Problem ist, welches als solches anerkannt und bekämpft werden muss. In „Der zweite Anschlag“ erzählen Osman Taköprü, Ibrahim Arslan und Mai-Phương Kollath als Betroffene von den rassistischen Morden in Hamburg (2001), Mölln (1992), und Rostock-Lichtenhagen (1992). Der Film erzählt nicht nur die Geschichten der Betroffenen, sondern geht auch auf die unzureichende Aufklärung und Reaktion auf diese ein. Wir haben Ibrahim Arslan, Aktivist und Überlebender der rassistischen Anschläge 1992 in Mölln zu Gast und wollen anschließend an den Film ein Gespräch und eine Frage- und Diskussionsrunde zum Thema eröffnen.
18.12.2019 – 19:00 Uhr – 3001 Kino
Tickets (4€ Soli) gibt es im Vorverkauf über uns, die @didf.jugend.hh und an der Abendkasse, Reservierungen sind über die Website des 3001 Kino möglich.

Kategorien
Veranstaltungen

KLIMA VS. KAPITALISMUS!

12. Dezember 2019
18:30 Uhr
im Raum B2 des WiWi-Bunker
Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg

Marx: “Der Kapitalismus fällt den Baum, dessen Schatten er nicht verkaufen kann!”

Wir laden euch herzlich dazu ein, an unserer Informationsveranstaltung zum Thema Umwelt VS Kapitalismus – „Der Kapitalismus fällt den Baum, dessen Schatten er nicht verkaufen kann!“ teilzunehmen.

Seit über einem Jahr sind wir nun gemeinsam auf den Straßen und kämpfen gemeinsam für Klimagerechtigkeit und für eine lebenswerte Zukunft. Nicht zuletzt am 20. September, mit mehr als 1,4 Millionen Menschen Deutschlandweit und über 100 000 Menschen in Hamburg. Jedoch sind die Herrschenden dazu nicht in der Lage, eine Lösung für die Klimakrise zu finden. Ganz im Gegenteil: Sie lassen zu, dass sich die Klimakrise zunehmend verschärft.

Die Antwort der Politik und auch vieler Wirtschaftsverbände sind Maßnahmen wie die CO2-Steuer. Jedoch wird damit schnell klar, wer die Last des Klimawandels tragen soll: Sie soll durch Preiserhöhungen im Alltag auf die ökonomisch Schwächeren zugeschoben werden. Das Schweigen über den hohen CO2-Ausstoß, der größtenteils von Großkonzernen und Unternehmen verursacht und in der Klimadebatte auf das Individualverhalten der Bevölkerung heruntergeschraubt wird, darf nicht einfach so hingenommen werden. Die Klimakrise ist eine soziale Frage und kann nur durch diese gelöst werden. Klima und Umweltschutz sind kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem. Es darf nicht eine Frage des Geldbeutels sein.

Gemeinsam mit Deniz Celik als Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und DIDF-Mitglied und Fridays For Future Aktivist Felix Steins werden wir uns unter anderem mit den folgenden Fragen beschäftigen:

Wer sind die eigentlichen Klima-Sünder? Ist es gerecht, dass die ökonomisch Schwächeren in unserer Gesellschaft mit einer individuellen Lebensumstellung die Quittung zahlen müssen? Wie sieht die Situation der ArbeiterInnen aus? Wer kann sich solch eine Lebensumstellung leisten? Wie sollte eine tatsächliche Lösung für die Überwindung der Klimakrise aussehen?