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03/2020 Lautschrift

Interview mit Ibrahim Arslan

/ˈla͜utʃrɪft/: Kannst du dich kurz vorstellen und erzählen, warum das Gedenken an Opfer von rassistischen und rechtsextremen Anschlägen so zentral in deinem Leben geworden ist?

Ibrahim: Mein Name ist Ibrahim Arslan. Ich bin Opfer und Überlebender der rassistischen Brandschläge vom 23. November 1992 in Mölln. Vor 28 Jahren verübten zwei Neonazis namens Lars Christiansen und Michael Peters einen rassistischen Brandschlag auf meine Familie. Sie zündeten feige, mitten in der Nacht, unser Haus an und verbrennten zwei Kinder und eine Erwachsene. Die Kinder waren meine Schwester Yeliz Arslan, 10 Jahre alt, und meine Cousine Ayse Yilmaz, 12 Jahre alt. Sie erstickten qualvoll in den Flammen. Meine Oma Bahide erlag schmerzvoll den Flammen. Sie verbrannte bei lebendigem Leibe. Mehrere Überlebende, darunter auch ich, wurden schwer verletzt und traumatisiert.

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03/2020 Lautschrift

WAS TUT DIE STADT?

Wer schon immer in Hamburg lebt oder vielleicht zum Studium, wegen einer Ausbildung oder eines Jobs hierhergezogen ist, wird schnell feststellen: Eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zu finden ist alles andere als einfach und vor allem unglaublich teuer. Durchschnittlich ein Drittel des Einkommens eines Haushaltes in Hamburg geht für die Miete drauf. Zum Vergleich: In Wien sind es beispielsweise nur etwa 21%. Ungefähr die Hälfte der Hamburger*innen gibt sogar 50% ihres Einkommens für die Miete aus.

Warum wir alle auf der (oft erfolglosen) Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind, möchten wir im Folgenden erklären.

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03/2020 Lautschrift

VIVA LA BERNIE

Der Hof in der Bernstorffstraße 117 hat mittlerweile stadtweite Bekanntheit erlangt. Seitdem er 2017 verkauft wurde setzen die Bewohner alles daran, dort bleiben zu können – und wurden zum Symbol für Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt! Im Interview erzählt uns Ralf Gauger, der seit Jahrzehnten auf dem Hof arbeitet, wie der Kampf bisher aussah und was die Perspektiven sind.

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03/2020 Lautschrift

PUSH-REZENSION

Wir haben den Film „PUSH – Für das Grundrecht auf Wohnen“ am 19.2.2020 im Kino 3001 gezeigt und im Anschluss ein Podiumsgespräch mit Michael Wetzel (Mieter*inneninitiative Wrangelstraße) und Marc Meyer (Anwalt bei Mieter helfen Mietern) geführt. Mit ungefähr 85 Leuten hatten wir einen netten sowie informativen Abend. Unsere Rezension zu dem Film lest ihr hier.

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03/2020 Lautschrift

MIETSHÄUSERSYNDIKAT

Das Mietshäusersyndikat ist ein Zusammenschluss von verschiedensten Projekten, die solidarisch und selbstorganisiert wohnen und arbeiten möchten. Über das nicht-profitorientierte Finanzierungsmodell hat sich ein bundesweites Netzwerk gebildet, welches dafür sorgt, dass Wohnungen dem freien Markt entzogen werden und Menschen hilft, ihr eigenes Wohnprojekt umzusetzen. Hans von Bülow erzählt uns mehr über das Projekt:

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03/2020 Lautschrift

LEERSTAND

Ohne Wohnung werden grundlegende menschliche Bedürfnisse nach Wärme, Schutz oder Intimität oft nicht befriedigt, ohne Wohnung ist es schwierig einen Job zu finden, ohne Wohnung wird man in unserer Gesellschaft meist nicht akzeptiert, kurzum: eine Wohnung ist ein Grundbedürfnis für die meisten Menschen und jeder Mensch sollte das Recht auf eine für ihn bezahlbaren Wohnung haben. Gerade in Deutschlands Großstädten ist dies aber ein Problem, die Nachfrage nach Wohnraum groß, die Mietpreise hoch, hier gibt es nicht genügend Wohnraum für alle. Gleichzeitig tauchen aber immer wieder Wohnungen, oder ganze Wohnkomplexe auf, die für einen langen Zeitraum leer stehen und nicht vermietet werden. Wie kann so etwas passieren während zur selben Zeit so viele Menschen auf der Suche nach Wohnraum sind? Alle grundlegenden Infos über Leerstand lest ihr hier.

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03/2020 Lautschrift

KEINE PROFITE MIT BODEN UND MIETE

In Hamburg sind zwei neue Volksinitiativen gestartet! Von den Mietervereinen aus werden konkrete Schritte gemacht und eine Wohnungsbaupolitik für die Menschen gefordert. Marc Meyer ist Rechtsanwalt im Mieter helfen Mietern, Hamburger Mieterverein e.V. und erzählt uns im Interview worum es bei den Volksinitiativen genau geht und was Mieter tun können, um gegen schlechte Wohnsituationen vorzugehen.

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03/2020 Lautschrift

DIE INSEL DES SOZIALISMUS

Die Wohnungsbaupolitik zur Zeit des Roten Wiens, also während der sozialdemokratischen Regierung von 1919 bis 1934, gilt oft als Paradebeispiel für vorbildlichen, für die Menschen geschaffenen Wohnungsbau. Außer Wohnraum wurden auch Gemeinschaftsküchen, Waschsalons, Kindergärten und Erholungsräume in die Bauten integriert. Was damals so besonders war und was heute noch von der damaligen Wohnungspolitik übrig ist erzählt und Jakob von der Jungen Linken im Interview.

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03/2020 Lautschrift

Die Hamburger SPD im Cum-Ex-Skandal

Der Cum-Ex-Skandal ist der größte Steuerraub in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Banken und Investoren haben zwischen 2005 und 2011 auf diese Weise den deutschen Staat und somit auch die Steuerzahler auf perfide Art und Weise geschätzte 12 Milliarden Euro gestohlen.

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03/2020

Cover 3/2020