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solidarität mit den streikenden!

Gesamtmetall eröffnet die Tarifrunde 2021 mit einer dreisten Forderung: die Beschäftigten sollen sich mit einer weiteren „Nullrunde“ zufriedengeben. Schichtzulagen sollen gestrichen, jährliche Zahlungen ausgesetzt werden. Es gebe „in diesem Jahr nichts zu verteilen“, sagt Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf. Dieselbe Argumentation haben wir letztes Jahr gehört und mussten dann Personalabbau und Lohnkürzungen hinnehmen. Die Gewerkschaft würde einer »reinen Regelung auf Betriebsebene« im Weg stehen. Doch wir wissen, dass diese individuellen Lösungen nichts als Spaltung auf unserer Seite bedeuten – sie wollen, dass wir kleinere Betriebe im Stich lassen und möglichst vereinzelt kämpfen.

Dass es nichts zu verteilen gebe ist eine Lüge! Was ist mit den saftigen Gewinnen, die so viele Betriebe in der Krise gemacht haben? Was ist mit den Milliarden Euro, die an Aktionäre ausgeschüttet werden? Und den insgesamt 1,5 Billionen Euro Rettungsschirmen der Bundes- und Landesregierungen? Die Profite, die die Herrschaften in den Chefetagen seit Monaten einstreichen, haben wir bezahlt! Wir werden in Kurzarbeit geschickt, entlassen, müssen auf Urlaubstage verzichten oder während der Pandemie unter gefährlichen Bedingungen arbeiten. Wir sollen der Arbeitgeberseite aushelfen, indem wir weiter verzichten, während sie die Dividenden einstreichen. Wir sollen uns in Geduld üben, was nur das weitere Bangen um die eigene Anstellung bedeutet. Wir sagen klar und deutlich: Diese Krise ist keine die wir „gemeinsam durchstehen“. Sie wird auf unseren Rücken abgewälzt!

Auch die Jugend soll leer ausgehen, denn die geforderten Gehaltserhöhungen für Auszubildende und die Übernahmegarantie für dual Studierende sollen vom Tisch. In Zeiten der Krise sinkt das allgemeine Angebot an Ausbildungsplätzen, junge Kolleginnen und Kollegen stehen häufig ganz oben auf der Abschussliste. In der gesamten Jugend macht sich eine Perspektivlosigkeit breit, wir haben Angst um unsere Zukunft und müssen immer wieder feststellen, dass unsere Interessen mit denen der Arbeitgeberseite sowie der Politik im Gegensatz stehen. Mehr denn je sind wir auf sichere Arbeitsplätze angewiesen – aber nicht zu den Bedingungen, die die Arbeitgeberseite stellt. Was wir brauchen, ist eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn und Personalausgleich! Nur so kann es für uns Jugendliche eine sichere Zukunft geben. Der Kampf in der Metall- und Elektroindustrie ist für die gesamte Jugend von Bedeutung und zeigt uns: wir verdienen mehr. Und wir werden dafür kämpfen! Uns wird mit Stellenabbau gedroht, wenn wir zu viel einfordern. Wir haben letztes Jahr gesehen: Stellenabbau gibt es auch, wenn wir nichts fordern. Also heißt es jetzt kämpfen!

Der Internationale Jugendverein Hamburg steht hinter den Forderungen der IG-Metall und solidarisch mit den Streikenden in der Metall- und Elektroindustrie!

Falls du dich mit anderen Auszubildenden und jungen Arbeiterinnen und Arbeitern vernetzen willst – werde Teil unserer Plattform! Wir kommen aus unterschiedlichen Branchen, treffen uns regelmäßig und tauschen uns über Ausbildungsbedingungen, aktuelle Arbeitskämpfe oder gewerkschaftliche Fragen aus. Wir freuen uns auch über Berichte aus deinem Betrieb und über den laufenden Arbeitskampf.

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