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The Tent must stay!

Am Mittwoch Nachmittag, den 13.05.2020, fand auf dem Hachmannplatz am Hamburger Hauptbahnhof eine von Lampedusa in Hamburg organisierte Kundgebung unter dem Motto The Tent Must Stay statt. Bis zu 40 Leute solidarisierten sich auf dem Hachmannplatz mit dem aus hunderten von afrikanischen Geflüchteten bestehenden und 2013 gegründeten Protestbündnis. Auch die Seebrücke und Solidarische Stadt Hamburg nahmen an der Kundgebung teil. Das berühmte Lampedusa-Zelt am U1-Steindamm-Ausgang wurde bereits am 26.03.2020 von den Behörden abgerissen und die Geflüchteten obdachlos zurückgelassen. (Wir verweisen an dieser Stelle auf den Artikel #OPENTHEHOTELS in der 3/2020-Ausgabe der Lautschrift) Alle RednerInnen verwendeten auf der Kundgebung Englisch als Sprache.

Eine Sprecherin des Refugee Council beschrieb die verheerende Situation der Geflüchteten vor den europäischen Küsten und in den Camps. Die Öffnung aller europäischen Grenzen und die Evakuierung der unter anderem in Moria festsitzenden Geflüchteten wurde gefordert. Die Teilnehmenden skandierten des Weiteren mit Rufen wie “We are here, we will fight, freedom of movement is everybody’s right!” und “Say it clear, refugees are welcome here!”. Ein Sprecher von Lampedusa in Hamburg kritisierte in einer knapp 30 minütigen Rede wütend das Vorgehen der Behörden. Seit 7 Jahren werden die aus Lampedusa Geflüchteten kriminalisiert und ihnen der Zugang zu Wohnraum verwehrt. “Nicht wir sind die Kriminellen, sondern die Polizei, die SPD und die Grünen.” Denn der rot-grüne Senat ist weiterhin nicht an einer Entkriminalisierung der Betroffenen interessiert. Die Rede endete mit dem Hoffnungsruf “Solidarity will win!”.