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Rosa Luxemburg

„Ein mit Kraft und Solidarität durchgeführter Streik ist immer unverloren“

Rosa Luxemburg (1871-1919)

Geboren wird Rozalia Luksenburg am 5. März in Zamość im heutigen Polen. Bereits in der Schule ist sie aktiv in geheimen politischen Gruppierungen, welche sich aufgrund von staatskritischen und marxistischen Inhalten im Untergrund bewegen müssen. 1888 besteht sie das Abitur als Klassenbeste, jedoch verweigert ihr die Schulleitung die Auszeichnung „wegen oppositioneller Haltung gegenüber den Behörden“. Im selben Jahr flieht sie vor der Zarenpolizei, die ihre Mitgliedschaft im verbotenen „Proletariat“ entdeckt hatte, aus Warschau nach Zürich. Dort belegt sie an der Universität zahlreiche Kurse und knüpft Kontakte in der sozialistischen Bewegung welche sie schließlich nach Deutschland bringt.

In Berlin tritt sie der SPD bei und wird zur treibenden Kraft im linken revolutionären Flügel. Als Redakteurin der Sächsischen Volkszeitung und Leipziger Volkszeitung nimmt sie maßgeblich Einfluss auf die politischen Diskussionen in Deutschland. Nach lautstarker Kritik an der Genehmigung der Kriegskredite durch die SPD und den Kriegsausbruch 1914 provoziert sie eine Abspaltung, aus der die „Gruppe Internationale“ und schließlich der Spartakusbund entstehen sollte, aus der sich unter anderem 1919 die KPD konstituiert.

1915-1918 verbringt sie größtenteils im Gefängnis, aufgrund einer von ihr gehaltenen Rede, in der sie die Arbeiter auffordert, im Falle eines Krieges den Dienst zu verweigern und nicht auf die Genossen der Nachbarländer zu schießen. In Gefangenschaft verfasst sie weiterhin Texte zum politischen Geschehen, welche von Verbündeten geschmuggelt und veröffentlicht werden.

Während der Novemberrevolution 1918-1919 nimmt Luxemburg eine klare Position für eine konsequente Durchsetzung revolutionärer Politik ein. Als Redakteurin der Zeitung „Die Rote Fahne“ nimmt sie mit Karl Liebknecht maßgeblich Einfluss auf den Verlauf der Revolution und stellt sich somit auch gegen die SPD.

Am 15. Januar 1919, kurz nach der Gründung der KPD, wird sie von den Freikorps, welche enge Kontakte zur SPD pflegen, in Berlin ermordet.

„Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!“

Rosa Luxemburg (1871-1919)

Rosa Luxemburg war eine der einflussreichsten Vertreterinnen der deutschen Arbeiterbewegung und eine der wichtigsten politischen Personen des 20. Jahrhunderts. Als Vertreterin des Marxismus, des proletarischen Internationalismus und als Befürworterin von Massenstreiks als Mittel für sozialpolitische Veränderungen und Kriegsverhinderung ist sie bis heute von großer Bedeutung. Als Vertreterin eines revolutionären Kampfes, auch für die Befreiung der Frau, kämpft sie unter anderem für das Frauenwahlrecht und veröffentlicht Schriften wie „Frauenwahlrecht und Klassenkampf“. Als Teil der Bewegung, die den 8. März als Internationalen Frauenkampftag begründet hat würde sie uns auch heute noch aufrufen, diesen Tag zu Nutzen, um für unsere Rechte auf die Straße zu gehen.